Links auf einer Werkbank liegt ein halb fertiges Regal mit Schrauben, Akkuschrauber und Bauplan, rechts steht ein fertig eingeräumtes Regal.

beide wollen dasselbe: ein System statt zehn Programmen. Der Unterschied liegt im Weg dahin. Die Community-Version von Odoo ist Open Source, das System selbst ist ein Baukasten – du kannst praktisch alles anpassen, wenn du willst und wenn jemand es macht. Zoho One ist eine fertige Suite, die ab Tag eins zusammenspielt.

das ist keine Frage von besser oder schlechter, sondern eine Grundsatzentscheidung: Willst du bauen oder willst du loslegen? Damit du sie treffen kannst, hier die Zahlen und Bedingungen beider Anbieter – Stand August 2026, direkt von den Herstellerseiten.

der Vergleich auf einen Blick.

worum es gehtZoho OneOdoo
Grundideefertige Suite mit über 50 Apps, die miteinander verbunden sindBaukasten, anpassbar bis in den Quellcode
Lizenzmodellein Abo pro Mitarbeiter, alle Apps inklusiveCommunity kostenfrei unter der GNU LGPLv3; Enterprise nennt Odoo selbst die Shared-Source-Version mit Zugang zu mehr Funktionen
Listenpreis, Jahresabrechnung37 Euro pro Mitarbeiter und Monat, netto (Tarif für alle Mitarbeiter)Standard 14,90 Euro, Custom 22,40 Euro pro Nutzer und Monat – beworben werden niedrigere Aktionspreise
eigene Module und Code-AnpassungenAnpassung innerhalb der Suite, Betrieb und Updates übernimmt Zohoim günstigen Odoo Online laut Odoo-Doku nicht möglich; dafür braucht es den Custom-Tarif mit Odoo.sh oder eigenem Server
was im Nutzerpreis stecktalle Apps, Betrieb, Basistarif beim Support kostenlosOdoo Studio, mehrere Firmen und die externe API erst im Custom-Tarif; Odoo.sh-Hosting kommt extra dazu
Einführungüber den Partner, Umfang nach Bedarfoptionale Stundenpakete (Success Packs) von 4 bis 200 Stunden, zum Beispiel 50 Stunden für 3.000 Euro
ausprobieren30 Tage kostenlos, ohne Kreditkarteeine einzelne App gratis, für unbegrenzt viele Nutzer

Odoo ist ein Baukasten – und das ist der Punkt.

rund um Odoo steht eine große Gemeinschaft: über 20.000 Mitwirkende, 28 Millionen Nutzer, mehr als 40 Community-Apps. Das ist ein ernstzunehmendes Open-Source-Projekt, und das sagen wir als Zoho-Partner ganz ohne Zähneknirschen.

nur lohnt ein genauer Blick auf die Tarife, weil dort steht, wie viel Baukasten du tatsächlich bekommst. Der Standard-Tarif läuft ausschließlich auf Odoo Online – und dazu schreibt Odoo in der eigenen Dokumentation einen bemerkenswert klaren Satz: Odoo Online verträgt sich nicht mit eigenen Modulen oder Modulen aus dem Odoo App Store. Wer also wirklich anpassen will, braucht den Custom-Tarif mit Odoo.sh oder einem eigenen Server. Odoo Studio, mehrere Firmen unter einem Dach und die externe Schnittstelle gibt es ebenfalls erst dort.

heißt im Klartext: Die Anpassbarkeit, wegen der viele zu Odoo schauen, sitzt in der teureren Hälfte des Angebots.

der Preis hat bei Odoo mehrere Ebenen.

drei Punkte, die du beim Rechnen leicht übersiehst:

  • die beworbenen Preise sind Aktionspreise. Der Rabatt gilt zwölf Monate und nur für die anfangs bestellten Nutzer. Ab Jahr zwei und für alle, die später dazukommen, gilt der Listenpreis – im Jahresabo 14,90 Euro pro Nutzer und Monat für Standard und 22,40 Euro pro Nutzer und Monat für Custom.
  • das Hosting kommt beim Custom-Tarif obendrauf. Odoo weist das in einer Fußnote aus.
  • die Einführung läuft über Stundenpakete. Odoo verkauft sie als Success Packs: 4 Stunden für 329,41 Euro, 25 Stunden für 1.700 Euro, 50 Stunden für 3.000 Euro, 100 Stunden für 5.400 Euro, 200 Stunden für 10.800 Euro. Neukunden bekommen 15 Prozent Rabatt. Zum größten Paket schreibt Odoo, dass 80 Prozent der Projekte dieses Umfangs mit 200 Stunden oder weniger live gehen.

diese Pakete sind kein Zwang, sie zeigen aber, in welchen Größenordnungen eine Einführung gedacht ist. Und genau deshalb gilt für jedes Angebot, das du gerade vergleichst: Rechne das zweite Jahr mit durch. Erstjahresrabatte und Einführungspakete verschieben das Bild deutlich.

was bei Zoho One im Abo steckt.

auf der anderen Seite steht ein Preis: 37 Euro pro Mitarbeiter und Monat im Jahresabo, netto. Dafür bekommst du über 50 Apps, den Betrieb und den kostenlosen Basistarif beim Support – Updates, Server und Wartung sind nicht dein Thema.

eine Bedingung gehört dazu, und wir sagen sie lieber vorher als nachher: Zu diesem Preis werden Lizenzen für alle Mitarbeiter gekauft. Wenn nur ein Teil deines Teams am System sitzt, gibt es dafür einen Tarif mit flexibler Benutzeranzahl. Eine Mindestabnahme an Lizenzen gibt es in keinem der beiden Fälle.

was am Ende zählt, ist nicht die Bastelei, sondern die Entscheidung davor: Welche Abläufe sollen überhaupt im System landen? Diesen Teil machen wir mit dir, das Einrichten danach übernehmen wir.

womit du startest.

  • fährst du heute mit Tabellen, ein paar Einzelprogrammen und viel Handarbeit? Fang bei den Abläufen an, die dich Geld kosten: Angebot, Rechnung, Nachfassen. Dafür sind die Apps in Zoho One schon verzahnt.
  • hast du eigene Module und echte Code-Anpassungen im Kopf? Bring sie früh ins Gespräch. Wir gehen durch, was Zoho One davon von Haus aus kann.
  • sollen alle im Team mit dem System arbeiten? Dann ist der Tarif für alle Mitarbeiter genau dafür gemacht.
  • hast du mehrere Firmen oder Standorte? Unbedingt früh ansprechen – das ist einer der Punkte, an denen sich die Systeme und die Tarife spürbar unterscheiden.
  • willst du Open Source aus Überzeugung? Dann lass uns über den Betrieb reden. Hosting, Updates und Wartung sind der Teil, der später Zeit frisst – und den nehmen wir dir bei Zoho One komplett ab.

kaufen oder bauen?

die Entscheidung zwischen fertiger Suite und Baukasten triffst du nicht am Funktionsvergleich, sondern an einer nüchternen Frage: Wer pflegt das System bei dir in zwei Jahren?

lass uns eine Viertelstunde darüber reden. Das Gespräch kostet nichts, und am Ende steht eine klare Empfehlung. Den Preis von Zoho One findest du in unserem Preis-Artikel, den Testzugang bekommst du für 30 Tage ohne Kreditkarte.

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