Drei kleine Belegstapel liegen neben einem Taschenrechner auf einem Schreibtisch, dahinter ein ausgeschalteter Monitor im Abendlicht.

kennst du das? Die Rechnung entsteht in Word, die Kundendaten stehen in einer Liste, die Belege sammelst du im Ordner – und am Monatsende tippt jemand alles noch einmal ab.

alle drei Programme hier können Buchhaltung, alle drei sprechen mit deiner Steuerkanzlei, alle drei sind auf GoBD-konformes Arbeiten ausgelegt. Der Unterschied liegt woanders: Lexware Office und sevdesk sind Buchhaltungsprogramme. Zoho Books ist die Buchhaltung in einem System, in dem auch dein Vertrieb, dein Lager und dein Kundenservice sitzen.

ob das für dich ein Vorteil ist, hängt davon ab, was neben der Buchhaltung noch bei dir liegt. Schauen wir uns die Zahlen und die Funktionen an – alle Angaben von den Anbieterseiten, abgerufen im August 2026.

der Vergleich auf einen Blick.

worum es gehtZoho Books (in Zoho One)Lexware Officesevdesk
ListenpreisZoho One 37 Euro pro Mitarbeiter und Monat im Jahresabo, netto, über 50 Apps inklusiveS 7,90 bis XL 32,90 Euro pro Monat, zzgl. MwSt., monatlich kündbarRechnung 11,90, Buchhaltung 25,90, Buchhaltung Pro 34,90 Euro pro Monat, zzgl. MwSt., bei monatlicher Zahlweise
Benutzerje Mitarbeiter lizenziert, alle Apps inklusiveweitere Benutzer kosten nichts extra, Benutzerverwaltung in allen Versionen enthaltenein Zugang mit Administrationsrechten enthalten, jeder weitere 5,90 Euro pro Monat
Weg zur SteuerkanzleiDATEV-Export der kompletten Buchhaltung, bis zu 15 Mal am TagDATEV-Schnittstelle enthalten, für Buchungs-, Beleg- und ZahlungsdatenDATEV- und ADDISON-Schnittstelle, Anbindung an den DATEV-Rechnungsdatenservice, eigenes Steuerberaterportal
E-Rechnungerstellen und versenden über das PEPPOL-Netz, XRechnung und ZUGFeRD nach EN 16931, eingehende Rechnungen als ImportE-Rechnungen erfassen sowie erstellen und übermittelnZUGFeRD und XRechnung, E-Rechnungen erfassen
GoBDGoBD-konformes Arbeiten mit manipulationssicherem Auditverlauf über alle ÄnderungenGoBD-Langzeitbelegarchivrevisionssichere Archivierung und Festschreibung von Buchungen
was daneben liegtCRM, Desk, Projects und Inventory im selben AboBuchhaltungsprogramm, Lohnabrechnung als kostenpflichtiges Zusatzmodul nach Zahl der BeschäftigtenInventar 19,90 Euro und Zeiterfassung 4,90 Euro pro Monat als kostenpflichtige Add-ons

die Preise stehen nicht auf derselben Grundlage.

das ist der Punkt, an dem die meisten Vergleiche schiefgehen, deshalb hier ausdrücklich: Die drei Zahlen bedeuten nicht dasselbe.

sevdesk rechnet pro Zugang – im Standardumfang ist ein Benutzer enthalten, jeder weitere kostet extra. Lexware Office rechnet pro Firma, zusätzliche Benutzer sind ohne Aufpreis dabei. Und Zoho One rechnet pro Mitarbeiter, dafür ist dann eben nicht nur die Buchhaltung drin, sondern das komplette Paket.

du solltest also wissen, was du gerade in der Hand hast: den Preis für ein Programm oder den Preis für dein ganzes System – inklusive allem, was neben der Buchhaltung noch bei dir liegt. Übrigens: Oben stehen bewusst die regulären Listenpreise, Stand 11. August 2026.

DATEV: alle drei Wege führen in die Kanzlei.

wenn deine Steuerberatung mit DATEV arbeitet, bekommst du das bei allen dreien hin. Die Wege unterscheiden sich im Detail.

Lexware Office bringt die DATEV-Schnittstelle mit, über die Buchungs-, Beleg- und Zahlungsdaten laufen. sevdesk hat neben der DATEV- und ADDISON-Schnittstelle ein eigenes Steuerberaterportal, in dem die Kanzlei direkt mitarbeitet. Zoho Books exportiert die komplette Buchhaltung im DATEV-Format, bis zu 15 Mal am Tag – du hinterlegst einmal die Beraternummer der Kanzlei und deine Mandantennummer, danach läuft es auf Knopfdruck.

heißt für dich: An DATEV scheitert keine der drei Lösungen. Die spannendere Frage ist, wie viel du selbst abtippst, bevor überhaupt eine Buchung entsteht.

E-Rechnung: was ab wann gilt.

kurz und nüchtern, weil hier viel Halbwissen unterwegs ist. Empfangen musst du E-Rechnungen schon: Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes inländische Unternehmen sie annehmen können, dafür gibt es keine Übergangsfrist. Beim Versand hast du länger Zeit – bis zum 31. Dezember 2026 darfst du weiter eine sonstige Rechnung ausstellen, und bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro sogar bis Ende 2027. Nachzulesen in § 27 Absatz 38 UStG.

alle drei Programme sind darauf vorbereitet. Zoho Books erstellt und versendet E-Rechnungen über das PEPPOL-Netz, unterstützt XRechnung und ZUGFeRD nach der europäischen Norm EN 16931 und importiert eingehende Rechnungen und Gutschriften direkt in diesen Formaten. Lexware Office erfasst E-Rechnungen und erstellt und übermittelt sie ebenfalls, sevdesk arbeitet mit ZUGFeRD und XRechnung und erfasst eingehende E-Rechnungen.

wir haben der E-Rechnung einen eigenen Artikel gewidmet, in dem die Fristen ausführlicher stehen. Und wenn du gerade noch Zeit hast, weil dein Umsatz unter der Grenze liegt: Nutz genau diese Zeit für die saubere Umstellung, statt sie auszusitzen. Der Empfang ist ohnehin schon fällig.

der eigentliche Unterschied.

jetzt zum Kern. Ein Buchhaltungsprogramm macht Buchhaltung, und es macht sie gut. Die Frage ist, was davor passiert.

denn eine Rechnung entsteht nicht in der Buchhaltung. Sie entsteht aus einem Angebot, das jemand geschrieben hat, für einen Kunden, dessen Daten irgendwo stehen, über Artikel, die im Lager liegen. Wenn diese Stationen in getrennten Programmen leben, tippt jemand ab – und die Nummer, die nur einer im Kopf hat, wird zum Problem, sobald derjenige Urlaub hat.

in Zoho One hängt Books an den Nachbarn: Der Kunde kommt aus dem CRM, das Angebot wird zum Auftrag und zur Rechnung, Artikel und Bestellungen laufen mit Zoho Inventory in beide Richtungen synchron. Bankdaten holt Books live oder per Import und gleicht sie direkt mit den Buchungen ab, mehrere Währungen kann es auch. Das ist der Unterschied zwischen „meine Buchhaltung ist digital“ und „mein Betrieb ist digital“.

der erste Handgriff.

  • schreibst du Rechnungen noch in Word und sammelst Belege im Ordner? Fang bei der Kette Angebot, Auftrag, Rechnung an. Die E-Rechnung fällt dabei automatisch mit ab.
  • stehen deine Kundendaten in einer Liste und die Rechnungen woanders? Fang bei der Verbindung von CRM und Books an. Einmal anlegen statt zweimal pflegen.
  • verkaufst du Ware oder führst du ein Lager? Nimm Inventory dazu – sobald der Zugang steht, laufen Artikel, Aufträge und Bestellungen in beide Richtungen synchron.
  • arbeiten mehrere Leute an Angeboten und Belegen? Klär vorher, wer was sehen und buchen darf – dann ist die Einrichtung in einem Rutsch erledigt.
  • denkst du ohnehin gerade über ein CRM, ein Ticketsystem oder eine Projektverwaltung nach? Dann fang gleich beim ganzen System an, statt in einem Jahr das nächste Programm danebenzustellen, das mit deiner Buchhaltung nicht redet.

was wir dir raten.

wie deine Buchhaltung künftig aussieht, hängt weniger vom Programm ab als von dem, was drumherum passiert. Lass uns einmal draufschauen: Was liegt heute wo, was wird abgetippt, was soll zusammenlaufen?

das Erstgespräch kostet nichts und ist kein Verkaufsgespräch, sondern eine ehrliche Einschätzung. Sprich vor einem Wechsel ruhig auch kurz mit deiner Steuerkanzlei – die hat oft eine klare Meinung zum Format, und wir stimmen uns gern direkt mit ihr ab. Was Zoho One kostet, steht in unserem Preis-Artikel, und ausprobieren kannst du es 30 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte.

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