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Zoho CRM oder Pipedrive? was im Preis steckt – und was extra kommt.
Pipedrive verkauft dir eine Pipeline, und zwar eine sehr gute. Zoho One verkauft dir das Büro drumherum. Beides sind bewusste Entscheidungen der Hersteller – und beide haben Folgen für deine monatliche Rechnung, die man erst eine Zeile unter dem Einstiegspreis sieht.
denn genau da wird es interessant: Pipedrive startet bei 14 Euro pro Nutzer und Monat im Jahresabo, Zoho One kostet 37 Euro pro Mitarbeiter und Monat im Jahresabo. Wer nur auf diese beiden Zahlen schaut, hat den Vergleich schon verloren. Es zählt, was im jeweiligen Tarif enthalten ist – und was als Aufpreis dazukommt. Stand August 2026, alle Angaben von den Anbieterseiten.
der Vergleich auf einen Blick.
| worum es geht | Zoho CRM (in Zoho One) | Pipedrive |
|---|---|---|
| Listenpreis pro Person und Monat im Jahresabo | Zoho One 37 Euro pro Mitarbeiter, über 50 Apps inklusive – lizenziert für alle Mitarbeiter | Lite 14, Growth 39, Premium 59, Ultimate 79 Euro (Preisseite: ohne Mehrwertsteuer) |
| Automatisierungen | bis zu 2.500 Workflow-Regeln laut Zoho-One-Tarifdetails, davon 2.000 gleichzeitig aktiv | im Lite-Tarif nicht enthalten; Growth 50, Premium 150, Ultimate 250 Automatisierungen pro Firma |
| Berichte | benutzerdefinierte Berichte unbegrenzt | Lite 15 pro Nutzer, Growth 50, Premium 250, Ultimate 500 |
| Rechnung, Buchhaltung, Helpdesk, Projekte, Newsletter | in Zoho One enthalten | Projects und Smart Docs ab Premium enthalten, in Lite und Growth kostenpflichtig; Campaigns und Web Visitors in allen Tarifen kostenpflichtig; unter den fünf Zusatzmodulen ist keins für Rechnung oder Buchhaltung dabei |
| Zahl der Datensätze | in der Tarifübersicht keine entsprechende Obergrenze ausgewiesen | an Lizenzen gekoppelt: Lite 2.500, Growth 5.000, Premium 15.000, Ultimate 20.000 je Lizenz, höchstens 300.000 |
eine Bedingung gehört zum Zoho-Preis dazu: Zu den 37 Euro werden Lizenzen für alle Mitarbeiter gekauft. Sitzt nur ein Teil des Teams am System, gibt es dafür einen Tarif mit flexibler Benutzeranzahl.
die Pipeline-Ansicht ist Pipedrives große Stärke.
fangen wir fair an: Die Pipeline-Ansicht von Pipedrive ist der Grund, warum das Programm so beliebt ist. Deals ziehst du mit der Maus von links nach rechts, jeder im Team sieht auf einen Blick, wo etwas hängt. Die Grundeinrichtung ist entsprechend schnell erledigt.
wenn dein Vertrieb heute vor allem eine saubere Pipeline braucht, ist Pipedrive dafür sauber gebaut – der schlanke Zuschnitt ist kein Mangel, sondern der Kern des Produkts. Die Frage ist nur, was passiert, sobald Angebot, Rechnung, Support und Nachfassen dazugehören. Genau da fängt Zoho One an.
die Grenzen stehen in den Tarifen.
eng wird es, sobald mehr dazukommt. Pipedrive legt seine Grenzen offen – sie stehen in der Tarifübersicht und in der Hilfe:
- Automatisierungen gibt es im Lite-Tarif nicht. Ab Growth sind es 50 pro Firma, ab Premium 150, ab Ultimate 250. Auch die Wenn-dann-Verzweigungen je Automatisierung sind gedeckelt: drei in Growth, zehn in Premium, zwanzig in Ultimate.
- eigene Felder sind je Tarif begrenzt: 30 in Lite, 100 in Growth, 300 in Premium, 500 in Ultimate.
- der E-Mail-Abgleich kommt ab dem Growth-Tarif dazu, im Lite-Tarif ist er nicht enthalten.
- die Zahl deiner Datensätze hängt an den Lizenzen. Gezählt werden aktive Leads sowie offene, gewonnene und verlorene Deals, solange sie nicht archiviert oder gelöscht sind – der Berg wächst also mit, auch wenn du längst abgeschlossen hast.
dazu kommen fünf Zusatzmodule: LeadBooster, Projects, Smart Docs, Campaigns und Web Visitors. Drei davon – LeadBooster, Projects und Smart Docs – sind ab Premium im Tarif enthalten und kosten nur in Lite und Growth Aufpreis. Campaigns und Web Visitors sind in jedem Tarif kostenpflichtig: Pipedrive nennt Startpreise ab 13,33 Euro für Campaigns und ab 41 Euro für Web Visitors pro Monat, weist die Abrechnungsbasis aber nicht durchgängig aus.
heißt unterm Strich: Wer bei 14 Euro einsteigt und dann Automatisierung, Newsletter und Angebotsdokumente dazu will, landet bei einer anderen Zahl. Das ist kein Vorwurf, das ist Baukastenlogik. Rechne sie nur einmal zu Ende, bevor du unterschreibst.
was in Zoho One schon danebenliegt.
und damit zur anderen Seite. Zoho One dreht die Logik um: Was bei Pipedrive Zusatzmodul heißt, ist hier von Anfang an eingebaut – Rechnungsstellung, Buchhaltung, Ticketsystem, Projektverwaltung und Newsletter. Kein Häkchen in der Bestellung, sondern ein Klick in der Seitenleiste. Und alle greifen auf denselben Kundendatensatz zu.
im CRM selbst darf jeder Verkaufsweg eigenen Regeln folgen – Neukunde, Bestandskunde und Ausschreibung müssen nicht in dieselbe Schablone. Und wo Pipedrive dir je nach Tarif 50 bis 250 Automatisierungen zugesteht, hinterlegst du hier komplette Verkaufsabläufe als Blueprint: Das System lässt den nächsten Schritt erst zu, wenn der davor wirklich erledigt ist. Übersprungene Zwischenschritte gibt es dann nicht mehr.
wo du anfängst.
- schreibst du Angebote in Word und Rechnungen in einem zweiten Programm? Fang mit CRM und Books zusammen an – dann läuft der Weg vom Angebot zur bezahlten Rechnung in einem System.
- hast du mehrere Verkaufswege? Trenn sie von Anfang an sauber, das erspart später den Umbau.
- werden feste Zwischenschritte regelmäßig übersprungen? Dann ist das dein erster Blueprint. Einer, nicht der ganze Vertrieb – der Rest kommt, wenn der erste läuft.
- ziehst du aus einem bestehenden CRM um? Starte mit den offenen Deals und aktiven Kontakten, der historische Datenberg kann nachkommen.
- pflegst du Newsletter-Listen heute von Hand? Nimm Campaigns dazu, die Empfänger ziehen sich dann direkt aus dem CRM.
rechne einmal zu Ende.
die ehrlichste Frage vor jeder CRM-Entscheidung ist nicht „welches ist besser“, sondern „wie viel von meinem Betrieb soll im selben System liegen“. Nimm dir eine Viertelstunde und zähl zusammen, was du heute für Vertrieb, Rechnungen, Support und Newsletter bezahlst – dann stell die Summe dem einen Preis gegenüber.
diese Gegenüberstellung bauen wir im Erstgespräch mit dir auf, Zeile für Zeile, mit deinen echten Rechnungen statt mit Listenpreisen. Es kostet nichts und ist kein Verkaufsgespräch. Was Zoho One kostet, steht in unserem Preis-Artikel, und testen kannst du es 30 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte.